Besondere Merkmale einer integrierten Gesamtschule

Die Kurse in den Jahrgangsstufen 6 bis 8 – entsprechend den Bildungsgängen Gymnasium, Realschule und Hauptschule – erlauben individuelles Lernen ohne Überforderung oder Unterforderung. Förderkurse unterstützen Kinder, zeitweise Defizite aufzuholen und Anschluss zu finden für den Schulabschluss, der ihren Fähigkeiten entspricht.

Falls die Leistungen nachlassen, droht keine Nichtversetzung oder gar ein Schulwechsel. Die integrierte Gesamtschule praktiziert das Prinzip der Durchlässigkeit.

Auf einem anderen Kursniveau können die Schüler wieder Anschluss finden und bei verbesserter Leistung auch wieder aufsteigen in das ursprüngliche Kursniveau. Dies ist ein besonderer Vorzug der integrierten Gesamtschule, denn die wenig motivierende Wiederholung eines ganzen Schuljahrs wegen mangelhafter Leistungen in einem Fach oder einzelnen Fächern entfällt. Auch eine Querversetzung mit entsprechendem Schulwechsel müssen Schüler einer IGS nicht fürchten. Eltern können den Irrungen der Pubertät gelassener entgegensehen. Für einen erfolgreichen Schulabschluss erhalten die Schüler die Unterstützung ihrer Lehrer, die Bereitschaft zur Leistung muss von ihnen jedoch selbst kommen.

Am Ende der 8. Jahrgangsstufe werden die Schüler in Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulklassen eingestuft und gezielt auf die entsprechenden Abschlüsse vorbereitet. Dies ist für viele Schüler ein Grund, sich noch einmal besonders anzustrengen, um den erstrebten Abschluss zu erreichen.

Lehrer, die sich für eine Integrierte Gesamtschule entschieden haben, sind mehr als durchschnittlich engagierte und ideenreiche Pädagogen, da sie angesichts unterschiedlicher Begabungen ihrer Schüler ein breites didaktisches und methodisches Repertoire entwickeln. Intensive pädagogische Beratung und Betreuung gehört zum Konzept der Schule.