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Fahrten/Schüleraustausch

Klassenfahrt der Klasse 6f nach Ste.-Marie-aux-Mines´

Elektronische Post wechselt seit geraumer Zeit hin und her zwischen der Französisch-Klasse 6 f der Adolf-Reichwein-Schule und dem Collège Reber in Ste.-Marie-aux-Mines. Das Beste überhaupt aber wäre, eine französische Schule einmal von innen zu sehen und aus-zuprobieren, ob man denn etwas von dem versteht, was die Leute sagen, deren Sprache man lernt - und erst, ob man denn auch verstanden wird!

Einen ganzen Tag lang widmeten sich zwei französische Kollegen, M. Hirsch und Mme Bernhard, samt ihren Schülerinnen und Schülern den deutschen Sechstklässlern und den begleitenden Lehrerinnen, Frau Rupp und Frau Fröhlich. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Schulleiter führten die französischen Jugendlichen einige Sketche in deutscher Sprache auf, und das sachverständige deutsche Publikum spendete tosenden Applaus.

Der nächste Programmpunkt wartete nach dem gemeinsamen Essen in der Schulkantine. Schließlich heißt der Ort nicht umsonst Ste.-Marie – aux – Mines (mine = Bergwerk) und ist bekannt für seine Silberbergwerke. Von zwei Führerinnen mit Grubenhelm bereits ausgerüstet, bekamen die jungen „Bergleute“ ihre restliche Montur: einen schlammgrauen Gummimantel und hohe Gummistiefel am Eingang der Mine. Eine solche Mine hatten die deutschen Besucher noch nie gesehen, eng, dunkel bis auf das Licht an den Helmen, feucht, manchmal Wasserlöcher.

Einen Höhepunkt erreichte die Bergwerkswanderung, als man an eine Stelle gelangte, wo zwei von verschiedenen Seiten des Berges grabende Mannschaften aufeinander getroffen waren. Allerdings war die Verbindung nur ein etwas größeres Loch. Da hieß es:schnell auf den Hosenboden gesetzt, Augen zu und … durch! Nach einer Stunde war das Tageslicht wieder erreicht - ein richtiges Abenteuer, „cool“ nennen es die Kinder, Deutsche wie Franzosen.

Die elsässischen Freunde werden im Juni nach Neu-Anspach kommen, und was als Tagesprojekt begann, wird als Schüleraustausch enden, mit dem Besuch der Franzosen hier und im nächsten Schuljahr dann mit dem Besuch der Deutschen in Frankreich.

Brigitte Rupp