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Unterrichtsfächer

100 Jahre 1. Weltkrieg – ARS besucht historische Schauplätze in Verdun

 Am Dienstag, den 23.09.2014, war für zwei 10. Klassen des Gymnasialzweigs der Adolf-Reichwein-Schule in Neu-Anspach die Nachtruhe recht früh beendet: Bereits um 5.30 Uhr kamen die Schülerinnen und Schüler zusammen, um mit dem Bus ins nordfranzösische Verdun zu reisen. Dort fand im Jahr 1916 die berühmte „Schlacht von Verdun“ statt, welche bis heute als eine der wichtigsten Schlachten des 1. Weltkriegs gilt. Obwohl es keinen echten Sieger gab, gehen viele Experten davon aus, dass der Kampf Deutschland so viele Ressourcen kostete, dass dies der Beginn der deutschen Niederlage gewesen sei.

 

 

 

 

 

 

 

Die Schlacht, von der sowohl die Deutschen als auch die Franzosen annahmen, dass sie schnell beendet sein würde, dauerte von Februar bis Dezember 1916. Deutschland wollte durch den Vorstoß im Nordosten Frankreichs diesen Gegner ursprünglich schnell besiegen. Durch den sich sehr bald ergebenden Stellungskrieg und der Verschanzung in unzähligen Schützengräben waren es aber vor allem die Artillerieangriffe und die Millionen von Granaten, welche die Schlacht als eine der ersten großen Materialschlachten der Menschheit kennzeichnete. Da letztlich keine Seite dauerhaft größere Raumgewinne oder einen nennenswerten Vorteil erreichen konnte, aber trotzdem über 700000 Menschen ihr Leben lassen mussten, wird die „Schlacht von Verdun“ heute nicht nur in Bezug auf den 1. Weltkrieg als sinnlos, sondern allgemein als mahnendes Beispiel für die Sinnlosigkeit von kriegerischen Gefechten angesehen.

 

Neben den Schülerinnen und Schülern waren die Lehrer der beiden Kurse, Michael Ludwig und Sven Weinhold mit an Board, als weitere Begleitung und „Dolmetscherin“ fungierte die Kollegin Amalia Alexi. Herr Ludwig, auf dessen Initiative die Fahrt zurück ging und welcher die Fahrt mit Herrn Weinhold auch organisierte, besuchte Verdun bereits drei Jahrzehnte zuvor und hatte daher nun anlässlich des Jahrestags die Idee, die Inhalte des aktuellen Unterrichts mit dem Besuch der historischen Stätten zu verbinden. Besichtigt wurden das Beinhaus von Douaumont sowie das gleichnamige Fort, ebenso eine Gedenkstätte an einem Bajonettgraben („Ravin de la Dame“). Dazu erhielten die Schülerinnen und Schüler ausreichend Freizeit, um sich in Verdun selbst umzusehen. Die Fahrt endete schließlich um 22.45 Uhr wieder in Neu-Anspach. Das Fazit viel sehr positiv aus und es ist geplant, die Fahrt zu einer wiederkehrenden Veranstaltung werden zu lassen. (WH)